Ein festliches Dessert: Schokomousse mit Cranberry-Goji-Gelee und Salted-Caramel

SchichtDessertohneMilch3

Okay. Ich weiß, dass die großen Supermarktketten seit September Weihnachtsgebäck in der Auslage liegen haben. Und: Ja, auch ich habe die Augen gerollt und bin mit überheblichem Schritt an den Spekulatius-Baumkuchen-Wühltischen vorbei gegangen. Und ich finde auch jetzt, wo ich dich mit diesem Post konfrontiere, dass der September nichts mit Weihnachten zu tun haben sollte. Der Oktober übrigens auch nicht. Der NOVEMBER hingegen ist so ein bisschen der Leerlaufmonat, was die schönen Feste angeht (Schließlich konnte man im Kürbissuppenmonat Oktober wenigstens noch zu einem gelungenen Erntedankessen einladen). Jetzt aber, fängst so langsam an. Es kribbelt in mir, ein wohliger Schauder, wenn ich abends auf meiner Recamiere sitze und bei Kerzenlicht und einem Glas Rosé einen guten Krimi im Öffentlich-Rechtlichen gucke. Wenn ich um sieben Uhr merke, dass es schon dunkel ist und ich meine dicken Socken anziehe, die mir meine Mutter gegen meine kalten Füße gestrickt hat. Ich mag das. Ich mag den Sommer, aber ich mag auch das. Das Ende vom Jahr.

Das November-Gefühl…

Und deshalb fängt bei mir im November dieser Modus an, in dem ich mit offenen Augen durch die Stadt laufe und ständig Dinge sehe, die ich meinen wunderbaren Freunden und meinen Anverwandten zu Weihnachten schenken möchte, ich überlege, wann ich mit wem einen warmen Tee trinken gehen kann, mache mir Gedanken, welche Plätzchen ich dieses Jahr denn mal backen könnte und liebäugle damit, vielleicht doch schon ein bisschen Dekoration aus dem Keller zu holen. Und wenn ich mit diesem Gefühl Zeitschriften und Blogs durchstöbere und auf die ganzen wunderbaren Rezepte stoße, die zu dieser fantastischen Jahreszeit passen, dann denke ich mir: Das will ich auch. Aber ohne Milch.

SchichtDessertohneMilch2Für die Blogparade von Küchenatlas und Villeroy und Boch habe ich dir heute ein herrliches, festliches, reichhaltiges, spannendes Dessert voller hochwertiger Zutaten mitgebracht. Es brauch ein bisschen Zeit und Geduld, aber es lohnt sich. Es lässt sich sehr gut vorbereiten und schmeckt auch noch am zweiten Tag ganz wunderbar. Probier’s doch mal aus! Denn nur weil du keine Milch und keine Sahne mehr essen kannst, heißt das nicht, dass du auf Schokomousse und Salted Caramel verzichten musst. Glaub mir! Das wunderschöne Geschirr, dass du hier siehst, wurde mir freundlicherweise von Villeroy und Boch zur Verfügung gestellt und kommt aus der Serie Artesano Provencal. Hach. Hübsch.

SchichtDessertohneMilch1

Ein festliches Dessert: Schokomousse mit Cranberry-Goji-Gelee und Salted-Caramel
 
Vorbereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Ein festliches Dessert ohne Milch, Laktose und Gluten. Reichhaltige Schokomousse auf Meersalz-Karamell und Beerengelee.
Typ: Nachtisch
Kategorie: Paleo, Vegan, Kuhmilchfrei, Laktosefrei, Glutenfrei
Portionen: 4
Zutaten
  • 100 g Cranberries
  • 100 g Himbeeren
  • 30 g Gojibeeren
  • 1 EL Wasser
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1½ gestr. TL Agaragar
  • 55 g gemahlene Erdmandeln
  • 100 g Mandeln
  • 5 g Meersalz
  • 200 g getrocknete Soft-Datteln
  • 250 ml Kokosmilch
  • 50 g schwach entölter Kakao
  • 1 reife Avocado
Zubereitung
  1. Um die erste Schicht aus Beeren anzusetzen, gibst du die Cranberries und Himberries in einen kleinen Topf und stellst diesen auf eine kalte Herdplatte. Dann lässt du die Hitze langsam kommen, sodass die Beeren zunächst antauen und dann anfangen zu köcheln. Hacke die Gojibeeren grob durch und gib sie zu der Beerenmischung, die jetzt bereits einiges an Saft freigesetzt haben sollte.
  2. In einer kleinen Schüssel rührst du einen Esslöffel Ahornsirup und das Wasser mit einem gestrichenen Teelöffel vom AgarAgarpulver glatt. Gib die AgarAgar-Ahorn-Mischung zu den heißen Beeren und nimm sie vom Herd. Rühre dann zügig alles gut durch, sodass das AgarAgar gleichmäßig verteilt ist.
  3. Verteile die Beeren noch heiß in die Formen deiner Wahl. Du kannst ein hübsches Glas verwenden, eine große Keksausstechform oder so wie ich einen Dessertring. Lasse das Gelee im Kühlschrank auskühlen und widme dich dem Salted Caramel. Oh ja. Salted Caramel.
  4. In einem schnellen Standmixer vermischst du Erdmandelpulver, ganze Mandeln und Meersalz. Gib etwa 110 g der getrockneten Soft-Datteln hinzu und püriere das ganze, bis ein Teig entsteht, der an einen Mürbe-Ausstechteig erinnert, und den man gut formen kann. Es kann sein, dass du dazu die Masse zwischendrin mehrfach nach unten schaben musst.
  5. Zwischen zwei Klarsichtfolien rollst du die Masse jetzt dünn aus (2 mm sind optimal) und legst die Platte in den Kühlschrank, damit sie etwas fester werden kann.
  6. Im Standmixer mixt du die restlichen (etwa. 80-100 g) Datteln mit der Kokosmilch (nimm zwei Esslöffel zur Seite), dem Kakao und der Avocado. Auch hier vermischst du Ahornsirup und das übrige Agaragar in einer kleinen Schüssel. Nimm zwei Esslöffel von der Kokosmilch ab und gib sie auch zum AgarAgar. In der Mikrowelle erhitzt du die Mischung für 20 Sekunden und rührst sie gut um (sie sollte geliert sein). Gib die Mischung dann auch in den Standmixer und pürier alles noch einmal gründlich durch. Es ist wichtig, dass die Mousse ganz ganz glatt ist. Stelle den Mixer zur Seite und nimm die Salted Caramel Platte aus dem Kühlschrank.
  7. Steche aus der Platte die Form deiner Wahl aus, löse die Form aus der Platte und drücke sie vorsichtig auf das Beerengelee. Verteile dann die Schokomousse auf dem Salted Caramel. Gib allem die Möglichkeit mindestens 30-60 Minuten im Kühlschrank durchzukühlen und etwas fest zu werden. Die Dekorose habe ich auch aus dem Salted Caramel geformt und nach dem Auskühlen aufgesetzt.

SchichtDessertohneMilch3
SchichtDessertohneMilch4

Share

  1. says

    Ohhhh Lina – das sieht so unglaublich lecker aus! Bist du so lieb und bringst mir eine Portion vorbei? Dazu bitte noch ein Mal Schoko-Kokos-Aufstrich und Mandelbutter. Danke 😉

  2. says

    Liebe Lina,

    wow, was für ein Dessert :)
    Du bist bisher irgendwie nur mit einem Pingback bei uns reingeschneit, Du solltest noch einen Kommentar unter der Blogparade hinterlassen, wenn Du teilnehmen willst. Wäre doch schade, wenn diese Leckerei den anderen verborgen bleibt :-)

    Lieben Gruß,
    Sarah

  3. says

    Hallo Lina,
    dein Törtchen sieht richtig schick aus. Gefällt mir gut. Auch die Zutatenliste liest sich verführerisch. Ich wollte schon immer mal mit Erdmandeln backen. Das werde ich diesen Monat sicher noch nachbacken. :-)
    Aber jetzt muss ich erst einmal zusehen, dass ich mein Dessert für die Blogparade fertig bekomme.

    Liebe Grüße, Mari