DETOX-FACTS: 10 FRAGEN ZU MEINEM LIFESTYLE [TEIL II Beauty]

Lina-Maria Schoen

In den letzten Monaten haben mich immer wieder Fragen von euch erreicht, die meinen Lifestyle und seine Umsetzung im Alltag angehen. Das finde ich großartig, denn das heißt für mich, dass viele von euch wirkliches Interesse an einem gesunden, unbeschwerten, sorglosen Leben haben. Hier habe ich die zehn häufigsten Fragen zusammengestellt. Heute: Zwei Fragen zum Thema Beauty.

Das mit der Naturkosmetik finde ich gut. Aber ist die nicht immer schwer zu finden und weniger effektiv?

Naja. Naturkosmetik ist in gewisser Weise immer noch ein Nischenprodukt. Bzw. -Produkte. Denn mittlerweile gibt es eine so unfassbar breite Produktpalette, dass es überhaupt nicht schwerfällt, etwas zu finden, das zu einem passt. Es lohnt sich dabei, sich auf Blogs, die sich mit dem Thema beschäftigen umzuschauen. Am Ende hat aber jeder ein kleines bisschen andere Haut als der andere und es lohnt sich in der Naturdrogerie, im Reformhaus oder ähnlichem beraten zu lassen. In vielen Städten gibt es auch Kosmetikerinnen, die ihr Institut komplett auf Naturkosmetik umgestellt haben. Auf deren Wort ist eigentlich zu vertrauen. Ich habe gelernt, dass sich auch Ausprobieren sehr lohnt. Und Zeit. Denn die Haut und auch deine Haare sind nach Jahren mit konventionellen Produkten Silikone und Parabene gewohnt. Sofern es keine allergische Reaktion gibt (bei Naturkosmetik übrigens deutlich seltener als bei synthetischer Kosmetik), solltest du deiner Haut etwas Zeit lassen. So springt die Haut oft erst nach ein paar Wochen so richtig auf die Behandlung an.

Okay. Aber ist das nicht unheimlich teuer?

Hier ein klares Jein. Naturkosmetische Produkte sind aufwendiger in der Herstellung und bedürfen hochwertigerer Inhaltsstoffe. Daraus ergibt sich quasi zwangsläufig ein etwas höherer Preis. Vergleichst du die Preise von 30 ml Gesichtsöl auf Lavendelbasis und 50 ml konventioneller Tagescreme wirst du einen immensen Unterschied feststellen. ABER: Wie bei allem, was diesen Lifestyle angeht, geht es um die Nachhaltigkeit – also darum, wie auf lange Sicht dein Leben beeinflusst wird. Und dazu sage ich dir folgendes:

  • die Schäden, die die konventionelle Kosmetik mit deiner Haut und deinem Haar anrichtet sind teilweise irreversibel. So sehr unser Körper auch regeneriert, alles hat seine Grenzen. Aufnahmefähigkeit und Resistenz gegen über Umweltfaktoren und Schadstoffen werden massiv vermindert. Silikone zum Beispiel verschließen die Haaroberfläche. Kurzzeitig bedeutet dies, dass du strahlend glänzendes Haar bekommst. Langfristig bedeutet das aber, dass Pflege und Nährstoffe nicht mehr in die Haarstruktur vordringen können und dein Haar so völlig austrocknet.
  • Gesichtsöle zum Beispiel sind recht hochpreisig. Dafür sind sie aber deutlich (!) ergiebiger als Hautcreme. Ein paar Tropfen (2-4) reichen pro Portion aus um deine Haut vollständig zu versorgen. Mein Pflegeöl, das ich im Februar gekauft habe ist heute noch über halbvoll. Wenn ich also ein Fläschchen Öl mit 35€ berechne, das etwa ein Jahr lang hält und im Vergleich 7-8€ für die Creme ansetze, die ich über den Zeitraum von ungefähr 2-3 Monaten verbrauche, dann komme ich auf etwa einen ähnlichen Preis
  • Nachhaltigkeit bedeutet natürlich nicht nur, dass du nur auf DEIN Leben achtest. Natürlich betreffen alle deine Entscheidungen auch andere. Zum Beispiel haben unterschiedliche Studien herausgefunden was eh schon so nahe lag: In Muttermilch sind Spuren von Mikroplastik feststellbar, die wahrscheinlich aus dem Meer kommen. Und wie kommt das Mikroplastik ins Meer? Naja. Unteranderem durch das Peeling, das du mit dem Wasserstrahl deiner Duschbrause in den Wasserkreislauf eingeführt hast. Und wenn du dir jetzt mal überlegst, wie einfach man Peelings mit den natürlichsten Zutaten der Welt selbst machen kann, dann wundert man sich, dass sie Mikroplastikpeelings immer noch so gut verkaufen…

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